|
Biomasse ist der wichtigste der erneuerbaren Wärmeenergieträger in Deutschland. Im Jahr 2007 deckte die Biomasseverbrennung 92% des erneuerbaren Wärmeenergiemarktes, Geothermie und Umgebungswärme (Wärmepumpen) kamen auf 5% und Solarenergie auf 3%[1].Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle gilt die Biomasse als klimaschonend, da durch ihre Verbrennung keine Erhöhung der Konzentration an klimawirksamen Gasen in der Erdatmosphäre erfolgt. Das bei der Verbrennung von Biomasse freigesetzte CO2 wurde zuvor durch die Pflanzen der Umwelt entzogen und zur Bildung organischer Masse verwendet. Ein weiterer Vorteil liegt in der Schonung fossiler Energieressourcen. Anwendung
Die Verbrennung von Biomasse eignet sich für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten:
- als Raumheizung (Einzelöfen)
- als Raumheizung mit Anbindung an den Wasserkreislauf des primären Heizsystems (z. B. Heizungsunterstützung einer Gastherme)
- Holzzentralheizsysteme, Beheizung ganzer Gebäude
- Großfeuerungsanlagen
Dabei kommen neben speziellen Energiepflanzen wie Raps und Chinaschilf meist Holz und Stroh zum Einsatz, wobei sich gerade im Bereich der Kleinfeuerungsanlagen Scheitholz, Holzpellets oder Holzbriketts durchgesetzt haben. Holz ist ein regional und nachhaltig verfügbarer Rohstoff, der sich komfortabel und wirtschaftlich einsetzen lässt. Kurze, umweltsichere Transportwege kommen der GesamtenergieÂbilanz zugute, fördern die nachhaltige Waldbewirtschaftung und belassen die Wertschöpfung in der Region.
Holzpellets / Scheitholz
Holzpellets sind genormte Presslinge, die aus unbehandelten Reststoffen der holzverarbeitenden Industrie oder Waldrestholz ohne Zuschlagstoffe hergestellt werden. Der Heizwert von 2kg Pellets entspricht dem von 1 Liter Heizöl. Da Pellets ohne Zuschläge hergestellt werden, kann die entstehende Asche als Dünger verwendet oder über den Hausmüll entsorgt werden. Holzpellets lassen sich leicht transportieren und bevorraten. Eine automatische Befüllung der Heizkessel ist in vielen Fällen möglich.
Scheitholzöfen oder auch Kamine oder Kachelöfen können als dezentrale oder zentrale Heizungen eingesetzt werden, wobei auch die Einbindung von wasserführenden Kaminöfen in das zentrale Heizungssystem möglich ist. Meist erfolgt die Bestückung der Öfen oder Brenner manuell.
[1] Deutsches BiomasseForschungsZentrum gemeinnützige GmbH, Leipzig
|