Neuer Verein "Bildungsnetzwerk für Energieoptimierung" gegründet (LVZ, 11.10.2010)
Eine neue, seit Oktober 2009 geltende Fassung der Energieeinsparverordnung, das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz, verschiedene Energiesparstandards, Marktanreiz- und Förderprogramme mögen vielen Immobilienbesitzern und bauinteressierten Bürgern wie ein einziger Vorschriftendschungel erscheinen. Licht in dieses Dunkel zu bringen und mit fundiertem Wissen zu informieren, sind die erklärten Ziele des neu gegründeten Vereins Bildungsnetzwerk für Energie-Optimierung, kurz "Beneopt!" Der Verein arbeitet gemeinnützig und bündelt, bedingt durch seine bunte Mitgliederzusammensetzung mit ingenieurtechnischem Hintergrund, Erfahrungen aus verschiedensten Gewerken. Diese fließen ein in Informationsveranstaltungen und in konkrete Beratungen - sowohl im privaten wie im kommunalen Bereich.
Weiterhin bietet der Verein die Möglichkeit zum Austausch von Informationen über die neuesten Entwicklungen. Fundiertes Wissen zur effizienteren Energienutzung und -optimierung sowie der sorgfältig geplante Einsatz erneuerbarer Energieformen helfen, Kosten zu sparen und die Umwelt und das Gewissen zu entlasten - ohne Einschränkungen im Komfort spüren zu müssen. Dies umfasst dabei alle Bereiche, die für den Neubau, für Umbauvorhaben oder für eine sinnvolle Sanierung notwendig sind und reicht von Hoch- und Tiefbau, Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungstechnik, Bautenschutz und Dämmung bis hin zur Projektierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die von "Beneopt!" angebotenen Dienstleistungen reichen von Informationen über Förderprogramme, Fachvorträgen bis hin zu kostengünstigen, ganzheitlichen Energieberatungen. Ganzheitlich bedeutet, dass die energetische Betrachtung sich nicht nur auf die Gebäudehülle oder die Anlagentechnik bezieht, sondern auch das Nutzerverhalten erfasst und Schwachstellen im Zusammenspiel aufzeigt. Oft reicht ein relativ geringer Aufwand - zum Beispiel der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage - um den Einsatz von Heizenergie zu verringern. Als weiteren Service bietet der Verein eine "Vor-Ort-Beratung" an, welche als wichtigstes Element für eine Sanierungsempfehlung anzusehen ist. Diese ist durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit bis zu 50 Prozent der Kosten förderfähig. Darüber hinaus kann die Ausstellung von Energieausweisen vorgenommen werden. "Wir sind offen für Aktivitäten und Anregungen - zum Beispiel für die Idee, in allgemeinbildenden Schulen ab der dritten Klasse einen spielerischen Zugang zur Nutzung von Sonnenenergie mit 'Solarküchen' für kleine Menüs zu projektieren", so der Vorstand. Interessenten sind immer willkommen. Der neue Vorstand des Vereins Bildungsnetzwerk für Energie-Optimierung: Dieter Freigang, Frank Fucke und Joachim Klöppel (von links). Foto: André Kempner
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